Ablösung - Waldschnägg

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Tipps und Tricks rund ums Thema



„Erste Ablösung Eltern-Kind bzw. Kind-Eltern“



Ablösung – Loslassen – Abschied:

Diese drei begleiten uns von der Geburt bis zum Lebensende. Immer ist da ein Schmerz zu spüren, eine Art von Trauer, begleitet von Freude, Stolz und Offenheit für Neues. Nachdem sich unsere Kinder bei der Geburt ein allererstes Mal von uns Müttern „abgenabelt“ haben und auch, nachdem sie mit der Fähigkeit, zu krabbeln und zu gehen, immer mehr Schritte von uns Eltern weg machen und die Welt erkunden und erobern können, bekommen sie im Alter von etwa drei Jahren – im Spielgruppenalter also – eine nächste Möglichkeit, sich von den Eltern oder anderen Bezugspersonen loszulösen.

„Sofern ein Kind sich gesund entwickelt,
wächst die Lust zur Erfahrung des eigenen Willens
und somit die Lust zur Loslösung stufenweise.“
           Jirina Prekop

Zwischen dem zweiten und fünften Lebensjahr erwirbt das Kind ein erstes grosses Stück innerer und äusserer Selbständigkeit. Im vierten Lebensjahr entwickeln sich erste Zeitvorstellungen. Die ersten Schritte heraus aus der Vertrautheit der Familie in die noch unbekannte „Spielgruppenwelt“ bedeuten für jedes Kind eine grosse Herausforderung. D.h. es ist angewiesen auf die Unterstützung der Eltern und der Spielgruppenleiterin. Es muss in seinen Gefühlen ernst genommen werden, soll den Abschiedsschmerz zulassen können. Wir Erwachsene können dem Kind diese Schritte nicht abnehmen und sollen dies auch nicht versuchen. Wir sind „nur“ Begleiter!

Kinder, die sich anfänglich unkompliziert und wagemutig in’s „Abenteuer Spielgruppe“ stürzen (neue Bezugspersonen, neue Kinder, neue Umgebung) sind nicht gefeit vor Rückfällen. Auch wenn die Abschiedsphase erst mitten im Spielgruppenjahr auftritt, soll diese Zeit und Raum bekommen, um gelebt und verarbeitet zu werden.

Zum Ablösen braucht es immer zwei! Es ist ein Vorgang zwischen Eltern und Kind, der sich wechselseitig beeinflusst. Eltern empfinden dabei gleichzeitig Freude und Trauer, Erleichterung und Angst, Genugtuung und Eifersucht. Je nachdem, wie wir mit diesen gegensätzlichen Gefühlen umgehen, helfen oder erschweren wir unseren Kindern den Ablösungsprozess.
(Elternbriefe Pro Juventute)

Tipps

Im Vorfeld des neuen Spielgruppenjahres mit dem Kind Waldluft „schnuppern“ kommen oder in den Sommerferien einmal auf eigene Faust mit dem Kind das neue Plätzchen erkunden. Ab und zu auf den Wald und die Spielgruppe zu sprechen kommen, auf alles Neue, Spannende, Schöne. Einen Rucksack aussuchen gehen und diesen dann jeweils am Spielgruppenmorgen mit dem Kind gemeinsam packen. Das Kind den Znüni selber auswählen lassen. Sich für die ersten Spielgruppentage genügend Zeit nehmen, den Abschied „zelebrieren“, sich auf keinen Fall davonstehlen. Nach dem Tschüss-Sagen jedoch zielstrebig und – wenn möglich selber mühelos - nach Hause gehen. Allenfalls ein Übergangs-Objekt suchen: Nuscheli, Kuscheltier, Mamis Uhr, „Wartemaschineli“, o.ä.

Wichtig

Die Kinder haben Zeit, sich von der Mutter und vom Vater zu lösen. Sie müssen das nicht schon können. In der Spielgruppe bekommen sie die Möglichkeit, es zu lernen! Wir Leiterinnen helfen Ihnen und Ihrem Kind dabei, wir sind durch unsere Erfahrung stark und geduldig. Sie dürfen sich jederzeit auch telefonisch an uns wenden.

Und

Wenn es gar nicht geht bzw. wenn sich Ihr Kind unwohl fühlt, rufen wir Sie an!


 
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